19.05.26 – Weg von Öl und Gas – Wie werden wir künftig heizen?

Foto: Klimaschutzagentur des Landkreises Esslingen, Pia Critelli

Infoabend: „Weg von Öl und Gas – wie werden wir künftig heizen?“
am 19. Mai 2026, 19.00 Uhr im K3N Nürtingen, Panoramasaal, Heiligkreuzstr.4

Die Stiftung ÖKOWATT und die Klima-Taskforce Nürtingen luden am 19. Mai 2026 zu einem öffentlichen Infoabend mit Fachvorträgen ein.

Jakob Glück, Abteilungsleiter Unternehmensentwicklung, Innovation und Wärme bei den Stadtwerken Nürtingen zeigte, wie durch Wärmenetze die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduziert werden kann. In seinem Vortrag„Wärmenetze und ihr Beitrag zur Energiewende“ wurde dargestellt, wie der Transformationspfad der Stadtwerke hin zu einer Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien aussieht.

Johannes Messmer von der Klimaschutzagentur des Landkreises Esslingen beleuchtete zentrale Fragen rund um die Zukunft des Heizens für diejenigen, die in absehbarer Zeit nicht an ein Nahwärmenetz angeschlossen werden können. Er zeigte auf, warum der Umstieg auf erneuerbare Energien gerade jetzt sinnvoll und notwendig ist.

Unter dem Titel „Möglichkeiten erneuerbarer Heizsysteme im Gebäudebestand“ erklärte Messmer, weshalb fossile Energieträger wie Öl und Gas keine tragfähige Perspektive mehr bieten – weder ökologisch noch wirtschaftlich. Die aktuelle Energiekrise, ausgelöst durch den Irankrieg der USA und Israels macht deutlich, wie internationale Konflikte zu Unsicherheiten und steigenden Preisen auf den globalen Energiemärkten führen. Diese Entwicklungen verstärken den Druck auf Haushalte und machen uns die Abhängigkeit fossiler Wärmeversorgung von geopolitischen Krisen greifbar.

Der Vortrag vermittelte einen verständlichen Überblick über die aktuellen Entwicklungen, zeigt Wege zu einer zukunftsfähigen und fossilfreien Wärmeversorgung auf und erläutert die verschiedenen umweltfreundlichen Alternativen zu Öl- und Gasheizungen. Zudem ging er auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen ein und räumt mit verbreiteten Mythen und Falschinformationen rund um moderne Heiztechnologien auf.

Ein Schwerpunkt des Abends lag auf den konkreten Alternativen für Bürgerinnen und Bürger:

  • Für wen kommt der Anschluss an ein Wärmenetz in absehbarer Zeit in Frage?
  • Welche Heiztechnologien stehen zur Verfügung?
  • Welche Systeme eignen sich für welche Gebäude?
  • Welche Fördermöglichkeiten gibt es?
  • Und wie gelingt der Umstieg in der Praxis?

Der Infoabend richtete sich an Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer, Mieterinnen und Mieter sowie alle Interessierten, die sich frühzeitig über zukunftsfähige bezahlbare Lösungen informieren wollten.

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